Jolly Juggle – Strassenkinder aus Kapstadt auf der Bühne

45 Min. | 2001
  • Inhalt

    Irgendwo auf einer Straße in Kapstadt reiben sich Straßenkinder den Schlaf aus den Augen und machen sich auf den Weg. Ziel ist ein Zirkusworkshop für Straßenkinder. Die Kielerin Idun Hübner, selbst in Südafrika geboren und aufgewachsen, übt Jonglagen, Einradfahren und Akrobatik mit den Kindern. Ausgehend von den kleinen Erfolgen und Mißerfolgen bei den Proben und Auftritten, erzählt der Film unaufdringlich und einfühlsam von den Verhältnissen in denen die TeinehmerInnen Vernan, Louise, Samantha, Boeta und die anderen Kinder dieser Gruppe im heutigen Südafrika leben: Von ihren Familien, dem Leben auf der Straße und von ihrem Alltag im Tagescenter, wo sie tagsüber Zuflucht finden. Der Film zeigt dieTraurigkeit und das Verlassensein der Kinder und entdeckt dennoch in all dieser Trostlosigkeit ihre Kraft und ihren Willen ganz normale Kinder sein zu wollen. Die Fröhlichkeit bei den Proben, ihr Stolz und ihr Selbstbewußtsein bei den Auftritten erzählen davon.
    (Katalog, Nordische Filmtage)

  • Team

    Produktion: StoehrMedien
    Regie und Kamera: Quinka F. Stoehr
    Ton: Rainer M. Dau
    Montage: Margot Neubert-Maric
    Sprecherin: Ridda Chrsitensen
    Übersetzerin: Elizabeth Borm

    Im Auftrag von now, Hilfe für Straßenkinder e.V.

    gefördert durch
    Bingo, Lotterie für Umwelt und Entwicklung, Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten
    des Landes Schleswig-Holstein, Filmwerkstatt der kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein e.V. Kleinprojektefond

  • Pressestimmen

    Kieler Nachrichten, 3. 11. 2001

    Nordlichter im deutschen Kino
    Die Kielerin Quinka F. Stoehr ist in der Themengruppe Welt(an)sichten mit einer unspektakulären, dabei anrührenden Dokumentation vertreten: Für Jolly Juggle- Straßenkinder aus Kapstadt auf der Bühne hat sie die ebenfalls in Kiel lebende in Südafrka geborene Idun Hübner zu einem Workshop mit schwarzen Jugendlichen in ihr Heimatland begleitet. In 45 Minuten spart Stoehr gängige Elendsklischees aus und zeigt stattdessen Menschen, die gemäß den eigenen Möglichkeiten versuchen, das beste aus ihrem Leben zu machen.


    Lübecker Nachrichten, 6. 11. 2001

    Ein überzeugendes Filmforum
    Der Film (“Das Trauma Vietnam) bildete mit weiteren starken Dokus wie Jolly Juggle – Straßenkinder aus Kapstadt auf der Bühne”, “Kurische Nehrung” oder “Die Einheimische” einen Programmschwerpunkt zum Thema Welt(an)sichten. Die letztgenannten zeigten in einfühlsamen Bildern eine (...) politisch zerriebene Landschaft.


    infomedia newsletter 11 / 2001

    Ebenso unaufdringlich beobachtet die Kieler Dokumentarfilmerin Quinka Stoehr in ihrem Film „Jolly Juggle – Straßenkinder aus Kapstadt auf der Bühne“ ein Zirkusprojekt mit Straßenkindern in einem Kapstädter Tagescenter. Die Kielerin Idun Hübner, selbst in Südafrika geboren und aufgewachsen, leitet dieses. Über das Einüben von Jonglieren und einfacher Akrobatik hinaus wirkt Beachtung und Zuwendung zu den Kindern behutsam als soziale Gruppentherapie und seelische Medizin und das mit Erfolg. Eine Reihe der Kinder wünschte nach diesen alljährlichen Sommerworkshops wieder in einer Familie zu leben und wurde erfolgreich in solchen untergebracht. Der Film besucht zusammen mit seinen kleinen Helden ihre ursprünglichen Familien bzw. die Menschen, die sich um die Straßenkinder noch näher kümmern, und ermöglicht so behutsam eine Ahnung, wie es über die Armut hinaus zu den Schicksalen der Kinder kommen konnte.

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